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Günnas kleine Bierkunde

Absacker Ausdruck für die letzte Runde, bevor es nach Hause geht Anti-Mille-Bier auch „Filterbier“, alkoholfreies bzw. –armes Bier

Arbeitersekt Bierbezeichnung als es noch große soziale Unterschiede gab, praktisch aus der Zeit, als sich „Arbeiter“ keinen richtigen Sekt leisten konnten

Bierbauch, Bierbacke, Bierwampe, Brinkhoff-Spoiler Optische Bezeichnung eines vom Biergenuss gerundeten Menschen

Bierfisch Auch „Bierforelle“. Eine im Bier(-glas) schwimmende Unreinheit

Bierhobel Putz-/Wischtuch der Kellnerin oder des Wirtes mit dem der Tisch (vom Schmutz des Vorgängers) gereinigt wird

Bier trocken trinken Ein Bier ohne Schnaps

Bier vom Grill Angewärmtes und vom echten Biertrinker verpöntes Bier

Bierzähler Der Adamsapfel, der beim Schlucken des Bieres auf und ab geht und so scheinbar die Schlürcke zählt

Bierzahn Auch „Bierfloh“ oder „Biermops“. Eine noch nicht so professionelle, neue Kellnerin – aber auch Bezeichnung für eine Frau, die gern Bier trinkt

Brauwasser Wichtig für Gürte und Charakter des Bieres. Dortmunder Wasser soll so gut sein, dass die Fische aus der Nordsee zur Kur in die Emscher geschickt werden

Druckbetankung Aus dem Rennsport ürbernommene Vokabel für den schnellen Weg zum Rausch, d. h. die Biere fliegen sehr tief, die Trinkintervalle sind heftig aber auch sehr kurz

Feldwebel Der Schaum im Glas

Flaschenbier Dortmunder Spezialität sind die Ein-Schluck-Flasche (0,33 l) und die Zwei-Schluck-Flasche (0,5 l)

Flaschenkind Jemand, der sein Bier gern aus der Flasche trinkt

Funghi al Tonno Pils vom Fass beim Stamm-Italiener

Gummibier trinken Extrem lange brauchen, um ein Glas Bier auszutrinken

Hau weg Trinkspruch. Wenn die neue Runde kommt und noch etwas im alten Glas ist, sagt der Wirt zum Gast: „Hau weg die Pfürtze!“

dem Kindken mal ein Kürssken geben Westfälischer Ausspruch für „ein frisch gezapftes Bier antrinken“

Kosmetikum Bier Der Großteil der Bierfreunde schwört auf Schönheit durch orale Anwendung: „Jemanden hürbsch trinken.“

Kühles Blondes Schlechthin die Bezeichnung für ein Glas gut gekühltes helles Bier

Maurerpisse Schlechtes Bier, „Industrie-Bier“

Nachtwächter So nennt man das Bier, das ürber Nacht in der Zapfleitung gestanden hat. Schmeckt scheußlich und sollte unbedingt weggeschürttet werden

Pilsvergiftung Kater oder die Nebenwirkungen eines Rausches durch Bier

Polizeiaugen Großporiger Schaum im Bierglas

Rürckstoßjodler Verniedlichter Ausdruck für „Aufstoßen“

Rutsche Umgangssprachlich für „eine Runde ausgeben“

Sterbehilfe Schlechtes Bier

Weichspürler Der Schnaps zum Bier

Günnas Lebenshilfe: Worte statt Taten

Wir wollen ja das Verhältnis zu den Bayern entkrampfen... Wenn Sie hin und wieder nicht genau wissen, was die bayrischeAussprache bedeutet, schlagen Sie nicht immer sofort zu. Erinnern Sie sich lieber an diese kleine Übersetzungshilfe aus Günnas Ratgeberreihe zur Völkerverständigung.

Hier die Übersicht der wichtigsten bayrischen Vokabeln, die wir präventiv kennen sollten:

 

-A-                     

 

A gä:       
Ach, wat Sie nicht sagen

 

Aigschnabbda:                  
beleidigter Mensch, beleidigte Leberwurst

 

aizipfen:        
Geschlechtsverkehr, ömmeln, begatten       

 

aufdrād:                           
eine aufgedrehte Person, ein wibbeliger Ömmes

 

auf's Mai:                           
einen auf’s Maul, auf den Mund        

 

aufmischn:        
Klopperei, jemanden verprügeln                  

 

 

 

-B-                         

 

Babba:        
Vatta, Papa, Papi, männliche Bezugsperson       

 

Halt die Babbn:            
halt die Klappe

 

Baze:        
hinterhältig, schofeliger Segers, fieser Möpp       

 

Bià:                                    
Bier        

 

Biàdimpfe:       
Jemand, der regelmäßig größere Biermengen trinkt

 

Biàgriàgl:                           
Bierkrug        

 

Bisguàggn:        
unangenehme weibliche Person, Pissnelke

 

bisln:        
pinkeln, strullen, Wasserlassen, enthopfen

 

Bixn:                                    
Mädchen, Kaline, Mimmi, Mäusken, Täubken

 

blädgsuffa:        
Verstand versoffen, Birne hohl – mehr Platz für Alkohol       

 

Blembe:                           
Plempe, Plörre, schlechtes Bier        

 

bsuffa:        
betrunken, besoffen, abgefüllt, behopft       

 

Bussal:                           
Küssken, Kuss, Schmatzer          

 

bussln:                           
sich leicht küssen, Vorstufe zum knutschen        

 

                     

 

-C-                   

 

Dieser Buchstabe wird im Bayrischen nicht ausgesprochen.

 

Wörter mit diesem Anfangsbuchstaben werden wie -G- oder -K- ausgesprochen.

 

Z.B. Stadtmitte, die City, spricht man ‚Kitty’ aus, Intercity ist der Interkitty

 

                     

 

-D-     

 

däbbad:        
bescheuert, bekloppt, dämlich, ein anne Waffel

 

damisch:        
beömmelt, dumm, blöd, dämlich, ein anne Klatsche       

 

Diàndl:        
traditionelle Tracht für Frauen, wie Leggins-Hose im Ruhrpott       

 

Diredare:        
bei uns als Tiritari bekannt, Bargeld, Geriebenes, Mücken, Kohle, Asche, Knete

 

Duàschd:        
Brand, trockene Kehle, Stechender Durst       

 

Duddln:                           
weibliche Brust, Busen, Möpse, Titten, Tüten        

 

Dusl:                                    
Glück, Dusel, Massel, Pabst inne Tasche        

 

 

 

-F-            

 

Fetznrausch:        
besoffen, blau, volltrunken, abgefüllt, hackenstramm

 

Fleischpfanzl:                  
Frikadelle, Bremsklotz, Bulette                 

 

Fozn:                           
Gesicht, Fratze, manchmal auch Mund        

 

Foznschbangla:         
Zahnklempner, Zahnarzt

 

Friedhofsjodla:                  
Raucherhusten        

 

           

 

-G-              

 

gamsig:                           
lüstern, rollig, rattig, scharf, läufig        

 

Gaudi:                           
Böckchen, Bock haben, Spaß haben/machen        

 

Gleggal:                           
Glocken, männl. Hoden, Eier

 

Gschbusi:        
intimes Verhältnis, Krösken, Baustelle, 2. Steuerkarte, 2. Programm, Bratkartoffelverhältnis

 

grantig:                           
Furz quersitzen haben, schlecht gelaunt sein        

 

Griàs de:        
Grüß dich, Hallo, Moin, Tach, Was geht, Alta?

 

Griàs Gōd:        
Grüß Gott, Guten Tag, Mahlzeit, Was los, Alta?

 

Grischbal:        
Schmachtlappen, Lufttrockener, halbe Portion

 

Grosskopfada:        
Angeber, Bonze, mitunter auch Politiker, Manager

 

gschaid:                           
wat inne Birne hamm, klug sein, gebildet           

 

                     

 

-H-                       

 

Hawediäre:        
Guten Tag, auf Wiedersehen, Tüss, bis die Tage       

 

Häis:                                    
Helles untergäriges Bier, bei uns Export

 

Haisl:                          
Toilette, Abtritt, Lokus, Porzellan-Abteilung        

 

Hendl:                           
gegrilltes Hähnchen, Flattermann, Gummi-Adler

 

Hendlfriedhof:                  
Plautze, Wampe, Bierpocke, dicker, runder Bauch

 

Hodalump:        
fieser Möpp, fieser Charakter, hinterlistiger Ömmes

 

Hoiz foà da Hiddn:     
Holz vor der Hütte haben, großer Busen

 

Hundsbuà:                  
Segers, Draufgänger, lümmelhafter Ömmes

 

 

 

 -I-                  

 

i:        
ich       

 

Iwo:                                    
Nee, iss nich wahr, stimmt nich        

 

                                

 

-J-      

 

jodeln:                           
typisch Bayrische Art von geknödelten Singlauten        

 

 

 

-K-              

 

Kāsfiàs:
Käsefüße, Käsequanten, Maukenkäse

 

Kruzidiaggn:
Fluch (heftig), verdammte Hacke, verflixt noch mal                           

 

 

 

-M-      

 

Mandal:
Männeken, kleinwüchsiger Mann, Pimpf

 

Mannalaid:        
Kerle, Kadetten, Freiersse, Ömmesse, Segersse

 

Mass:        
1 Liter Bierkrug, bei uns eher unüblich, wir trinken lieber immer frisch statt aus dem Aquarium

 

mià:                                    
wir        

 

 

 

-N-      

 

narisch:                           
wütend        

 

nā:                                    
nee, nein        

 

                

 

-O-      

 

oàna:
einer        

 

Oàschal:
Pöter, Arsch, Hintern

 

'Wenn's Oàschal brummt,is Heàzal gsund'        
Wenn aus dem Hinterteil brummige Töne entfleuchen, geht es dem Herzen der betroffenen Person gut 

 

oàschlings:
rückwärts

 

Obacht:                           
Pass auf! Achtung        

 

Obandln:                           
flirten, Krösken anfangen, angraben        

 

Oida:        
Ehemann, mein Oller, mein Alter, mein Ömmes

 

Oide:        
Ehefrau, meine Olle, meine Alte, (Chef, Kaline)       

 


 

-P-                 

 

pfià Gōd:                           
Tüss, bis die Tage, mach fettich, auf Wiedersehen

 

pfià de:                           
Tüss, bis die Tage, mach fettich, auf Wiedersehen

 

Pratzn:                           
Hand, Flosse, Pranke, Hände                             

 

                     

 

-Q-                 

 

Quadratratschn:
Tratschtante, geschwätzige Frau                   

 

 

 

-R-      

 

Rauschal:
Schwips        

 

Ratschkattl:
Tratschtante, geschwätzige Frau 

 

Rauschada:
Abgefüllter, Betrunkener, Besoffener        

 

                   

 

-S-                         

 

Schandamarie:        
Polizei, Plempe, Bullezei, Trachtengruppe

 

Schbruza:        
Absacker, letzte Runde in Kneipe oder auf Party

 

Schdambal:                  
Schnaps, Weichspüler, Zündkerze, Schabau

 

Schmarrn:                           
Unsinn, Käse, Blödsinn, Kappes, Kokolores        

 

Schnaggsln:                  
Geschlechtsverkehr, Poppen, Beischlaf, Bumsen

 

Schoàs:        
unbedeutende Angelegenheit, Lappalie 

 

’wega a jedm Schoàs':
'wegen jedem Pups’ kommt er angelaufen

 

Schoàsln:        
furzen, geruchsintensive Gasabsonderungen aus der Gesäßöffnung, 
„Wer täglich furzet, dass es knallt, wird 99 Jahre alt“       

 

Seàwas:        
Hallo, Hallöchen, Tach, Moin, was geht?

 

Sepp:        
typischer bayrischer Vorname, alle Männer heißen Sepp, außer Wastl, der heißt Franzl

 

                                        

 

-T-

 

Dieser Buchstabe wird im Bayrischen am Wortanfang nicht ausgesprochen, man spricht es eher als D.

 

Zitat Lothar Matthäus: "Schreibt man Karstadt eigentlich mit nem harden D odda mit nem weichen D?"          

 

                    

 

-U-     

 

ummasunsd:        
umsonst, für lau, lausebein, für noppes, Nottigham Forest       

 

 

 

-V-              

 

Dieser Buchstabe wird im Bayrischen am Wortanfang nicht ausgesprochen. Man spricht es eher als F.                 

 

 

 

-W-      

 

Wadschn:
Backpfeife, Watsche, Schelle, Ohrlasche       

 

Waisbià:
Weizenbier        

 

Waiswuàschd:        
Weisswurst, nicht wie mit Brat/Currywurst

 

Wambn:        
Plautze, Bierfriedhof, Kompressor fürn Hammer

 

Wisawi:                           
gegenüber        

 

'Nimm daine Wixgriffe weg fo mià':
'Nehmen Sie bitteschön verdammt noch mal Ihre Hände weg von mir' 

 

Wōs sogsd?
Heh? Wat? Wie bitte?        

 

                                         

 

-X-              

 

Xaver:         
typischer bayrischer Vorname, da heißen alle Männer Xaver. Außer Gustl, der heißt Bepperl

 

                                        

 

-Y-                

 

Dieser Buchstabe wird im Bayrischen nicht ausgesprochen, man  spricht es eher als J. 

 

              

 

-Z-          

 

zefix (no amoi):                  
Verdorri nochma, Verdammt noch mal                 

 

Zenzi:        
typischer weiblicher Vorname, da heißen alle Frauen Zenzi. Außer Resi, die heißt Trudel.

 

Zipfe:                          
das männliche Glied, Pimmel, Dödel, Pillemann

 

Zipfegladdscha:         
ganz schlimmes Schimpfwort, Pimmelklatscher

 

Zuggaschneggal:         
toffte Kaline, feine Maus

 

'Zupf di!':        
Hau ab, Zieh Leine, Schieß in’n Wind, Verschwinde, Geh weg, verpiss dich

 

Zwiedawuàzn:        
olle Schabracke, sehr schlimme Frau, Schreckschraube       

 

 


Günnas Lebenshilfe: Worte statt Taten

Günna

Nun die Übersicht der wichtigsten bayrischen Sätze, die wir präventiv kennen sollten:

Da kannze nix machen. Dat isso.
JA MEI

Weil mir wat anne friedliche Koexistenz von uns liecht, mach ich ma ne Ausnahme.
WENNST MOANST

Dat tangiert mich anal peripher und geht mir am Arsch vorbei.
IS MA WURSCHD

Verarschen kannze mich nich. Dat glaubt dir keiner.
GLAB I NED

Ich hab kein Bock und keine Ahnung, abba tendiere zu 'NEIN'.
I GLAB NED

Ma kucken. Ich könnte geneigt sein 'JA' zu sagen.
GLAB SCHO

Keine Ahnung. Die Sache entzieht sich meiner Kenntnis.
WOS WOASS I

Wenne hier nich sofort verschwindess, könntich zu nem Gewaltausbruch neigen!
HAU BLOS OB

Wat soll dat? (Ich hätte mehr Entschlusskraft erwartet.)
GEH WEIDA!

Nie wat von gehört.
A GÄH...!?

Inne Hände spucken und Arbeit anfangen.
AF GEHTS!

Los, auf geht’s, lasst uns diese gastliche Stätte verlassen!
BACK MAS!

Mamma schneller! Hau rein! Mach Wacker!
(Dieser Vorgang könnte auch deutlich schneller vonstatten gehen.)
MIR SCHLAFFA PFIAS EI

Wat dat denn fürn Murks?
(Das Qualitätsniveau dieses Gegenstands vermag nicht zu überzeugen.)
GLUMP

Ich hab mir vor Lachen inne Buxe gemiekt.
(Infolge heftiger Erheiterung musste ich unerwartet urinieren und befeuchtete mir dabei das Beinkleid.)
VOR LACHA IND HOSN BIESLD

Damit habbich absolut nich gerechnet.
DO LEGST DI NIEDA

Schnauze! Kein Mucks mehr.
(Ich darf Sie alle höflich ersuchen, nun mal endlich kollektiv die Klappe zu halten.)
A RUAH IS!

Wat?
(Ich habe Ihre Worte leider akustisch nicht so gut verstehen können.)
HA? 

Ker habbich Brand. Wat binnich unterhopft.
(Gegen ein alkoholisches Erfrischungsgetränk hätte ich jetzt nichts einzuwenden.)
JETZ WAR A BIER RECHT

Wenn lau dann Jau!
(Ich möchte Ihnen für Ihre großzügige Spende meinen Dank aussprechen.)
VAGOITS GOD

Kapiert? Hasse verstanden wat ich mein?
HOOST ME?

Wir hamm nur wat da steht!
(Der von Ihnen gewünschte Artikel befindet sich derzeit nicht in unserem Sortiment, wir bedauern dies und hoffen jedoch, dass sie weiterhin unser Kunde bleiben.)
HAMMA NED!

Bangebüx.
(Angsthase)
HOSNSCHEISSA

Du hasse doch nich alle.
(Ich kann Ihren Ansichten nicht folgen.)
RED KOAN SCHEIS

Ker iss dat ne Oberweite.
(Sie haben aber sehr stark ausgeprägte sekundäre Geschlechtsmerkmale.)
MORDS DUTTN

Die Kaline kann gut und schnell helfen.
(Das soziale Verhalten der Dame ist sehr entgegenkommend.)
LUADA

Na, wie iss? Wollnwa?
(Möchten Sie Geschlechtsverkehr mit mir haben, junger Mann?)
MOAGST MI FRUCHT’N? 

Ne ordentliche Kiste.
(Sie haben ein ausgesprochen wohl geformtes Popöchen.)
SCHENS OSCHAL

Sackmatrosen.
(Ich habe einen merkwürdigen Juckreiz im Intimbereich)
S'SACKL BEISST

Fang schomma selber an.
(Ich bin gerade sehr beschäftigt, werde mich aber schnellstens um Ihr Anliegen kümmern.)
KIMM GLEI